"Das ist ganz einfach. Du hast ein Schmuckstück, das mich interessiert. Einen Anhänger. Den bringst du mir zum Strand. Dort wo ich dich das letzte Mal schon fertig machen wollte. Und auch, wenn diese Warnung eigentlich überflüssig ist, da du bestimmt schon begriffen hast, dass es nichts nützen würde: Du kommst allein. Und sagst niemandem, wo du hingehst. Und du beeilst dich besser, sonst tu ich dem kleinen Flittchen hier vielleicht doch noch was an." Er legte auf.
Emily sprang auf. Und bereute es sofort. Der Schmerz in ihrem Knöchel war so stark, dass sie fast umgefallen wäre. Schnell atmend rang sie um Gleichgewicht. Wie sollte sie schnell zum Strand kommen, wenn sie kaum laufen konnte? Sie hatte zwar ein Fahrrad, aber bei dem müsste sie die Reifen erst aufpumpen, da sie es schon seit Monaten nicht benutzt hatte. Wo war Levin mit seinem Auto, wenn man ihn brauchte? Da sah sie die Autoschlüssel ihrer Mutter auf dem Schrank im Flur liegen. Sie war noch nie selbst Auto gefahren, aber immerhin hatte ihre Mutter einen Wagen mit Automatikgetriebe. Das sollte doch einfacher sein als mit Schaltung, oder?