Dienstag, 21. Mai 2013

I'll take the lead, you'll take the pain


"Ich soll mit dir irgendwohin gehen? Nach all dem? Lass mich mal kurz überlegen…Ähm...NEIN?!" Jetzt  schrie sie doch, obwohl es ihr Schmerzen in Hals und Kopf bereitete.
"Emily, du musst mir vertrauen." Levin sprach sehr eindringlich und nicht mehr ruhig.
Schon wieder lachte Emily das kalte schrille Lachen, das klang, als wäre sie wahnsinnig geworden. Levin  sah sie besorgt an.
"VERTRAUEN? DIR?" Emily brüllte nun und ihre heisere Stimme überschlug sich. Ihr Puls raste und sie war fiebrig heiß. Sie konnte nicht klar denken und die Worte bahnten sich ihren Weg von allein.
Levin ging zögernd auf das Bett zu, die Arme vor sich ausgestreckt, die Handflächen beschwichtigend nach unten gedreht.
"Komm nicht näher!", flüsterte Emily in bedrohlichem Ton. Sie rutschte auf ihrem Bett ganz nach hinten,  den Rücken an die Wand pressend, die Füße in die Matratze stemmend. Adrenalin pumpte durch ihren  Körper und sie spürte keine Schmerzen. Als Levin einen weiteren Schritt auf sie zu machte, streckte sie die  Knie durch und sprang auf. Levins Augen weiteten sich, doch er kam weiter auf sie zu. Emily stand jetzt in ihrem Bett, in die Ecke gedrängt, ohne Ausweg. Die Panik hatte sie vollkommen ergriffen.
"Emily, du musst dich beruhigen. Bitte. Ich weiß, dass du mir nicht vertraust und dazu hast du allen Grund. Aber du musst mit mir kommen. Ich habe Ares niedergeschlagen, als er dich angriff, weil ich dich beschützen wollte. Ich musste Norah festhalten, weil er sie sonst auf seine Art ruhiggestellt hätte. Ich will nicht, dass man dich gefangen nimmt oder Schlimmeres..." Levin sprach noch weiter, doch Emily hörte ihn nicht mehr. Sie nahm ihre Umgebung nicht mehr wahr. In ihren Ohren hatte es angefangen zu rauschen und sie versuchte zu begreifen, was Levin da gesagt hatte. Gefangen nehmen? Schlimmeres? In was für eine Sache bin ich da hereingeraten? Ihre Gedanken rasten. 

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